Französischer Dom

Französischer Dom
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Der Französische Dom steht auf dem Gendarmenmarkt, einem der schönsten Plätze Berlins. Er bildet dort ein Bauensemble mit dem Deutschen Dom und dem Schauspielhaus. Der Französische Dom ist ein Kuppelturm, der zwischen 1780 und 1785 an die Französische Friedrichstadtkirche angebaut wurde. Diese war 1701 bis 1705 für reformierte Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die Hugenotten, errichtet worden. Häufig werden beide Gebäude gemeinsam als Französischer Dom bezeichnet.

Die Bezeichnung Dom für den Turm, der keine geistliche Funktion hat, bezeichnet in diesem Fall keine Bischofskirche, sondern kommt von dem französischen Wort dôme, was "Kuppel" bedeutet. Ebenso verhält es sich mit dem Deutschen Dom auf der Südseite des Gendarmenmarkts; auch hier wurde, gleichzeitig mit der Französischen Friedrichstadtkirche, zunächst nur die Kirche erbaut (damals Neue Kirche genannt). An beide Kirchen ließ der preußische König Friedrich II. 1785 zwei fast identische, funktionslose Türme anbauen, ausschließlich zugunsten der Prachtentfaltung und der städtebaulichen Wirkung.

Vorbild für die symmetrischen Kuppeltürme auf dem Gendarmenmarkt waren die überkuppelten Zwillingskirchen an der Piazza del Popolo in Rom, aber auch die Themse-Ansicht des Baukomplexes von Greenwich Hospital in London von Christopher Wren. Die Gestaltung der Kuppeltürme selbst steht in der Tradition des Palladianismus und rezipiert zudem die damals im Bau befindliche Kirche Sainte-Geneviève in Paris, das heutige Panthéon, von Jacques-Germain Soufflot. Baumeister des Turmes waren Carl von Gontard und Georg Christian Unger.

(Quelle: Wikipedia)


Carillon im Französischen DomTechnische Daten

Anzahl Glocken 60
Tonfolge Tiefste Glocke: as0
Größte Glocke 5.700 kg
Gesamtgewicht 29.000 kg
Gießer / Erbauer Feingusswerk Pößneck / Neustadt a.d. Orla


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carillon-im-franzoesischer-dom-Fotos by Sven Ludwig